Baustellenüberwachung kaufen: Was kostet eine eigene Anlage?
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Autor: Johannes Partz · Aktualisiert am 09.10.2026
Wer eine Baustellenüberwachung kaufen will, zahlt für einen mobilen Kameraturm mit Rundumsicht, Mobilfunk und eigener Stromversorgung marktüblich 15.000 bis 20.000 Euro einmalig und danach rund 150 Euro im Monat für Mobilfunk und Wartung. Einfache Solarkameras für einen einzelnen Bereich gibt es ab etwa 150 Euro. Gekauft wird dabei nur die Technik. Wer nachts auf die Bilder sieht, regeln Sie selbst — und genau daran entscheidet sich, ob sich der Kauf gegenüber der Miete rechnet.
Baustellenüberwachung kaufen: die Preise 2026 im Überblick
Was eine Baustellenüberwachung im Kauf kostet, hängt vor allem von drei Fragen ab: Wie viel Fläche soll sie abdecken, liegt vor Ort Strom an, und wer reagiert im Alarmfall? Die Spanne reicht von der einzelnen Kamera für einen Container bis zum autarken Kameraturm für ein offenes Baufeld:
| Anlagentyp | Kaufpreis einmalig | Laufend | Passt zu |
|---|---|---|---|
| Einzelkamera WLAN oder Speicherkarte | ca. 50 – 400 € | kaum laufende Kosten; Strom und Netzwerk vor Ort nötig | Bauwagen, Container oder Zufahrt mit Stromanschluss |
| Solarkamera mit Akku und Mobilfunk | ca. 150 – 300 € | Mobilfunktarif | einem einzelnen Bereich ohne Stromanschluss |
| Kameraset mit Rekorder vier oder acht Kameras | ca. 300 – 1.500 €, Montage durch eine Fachfirma 500 – 2.000 € | Strom vor Ort, Wartung | Betriebshöfen, Hallen und Lagern mit festem Stromanschluss |
| Zeitraffer-Kamera Dokumentation statt Alarm | ca. 150 – 10.000 €, gute Geräte 800 – 2.500 € | je nach Modell Mobilfunk und Cloud-Speicher | Bauherren, die den Baufortschritt belegen wollen |
| Mobiler Kameraturm, voll ausgestattet Mast, Rundumsicht, Lautsprecher, eigene Stromversorgung | ca. 15.000 – 20.000 € | ca. 150 € je Monat für Mobilfunk und Wartung; Bewachung zusätzlich 150 – 350 € | offenen Baufeldern und Dauerstandorten |
Alle Beträge in diesem Beitrag sind Marktorientierungen und kein Angebot. Was eine Anlage für Ihren Standort kostet, hängt von Ausstattung, Stückzahl und Anbieter ab und steht erst in einem konkreten Angebot.
Auffällig ist der Sprung zwischen Kamera und Turm. Er entsteht nicht durch die Kamera selbst, sondern durch alles, was sie auf einer Baustelle zum Arbeiten braucht: einen Mast, der sie außer Reichweite bringt, eine Stromversorgung ohne Baustromanschluss, eine Bildanalyse, die eine Person von einer wehenden Plane unterscheidet, und einen Lautsprecher, über den jemand eingreifen kann.
Kameraturm kaufen: Was kostet ein eigener Videoturm?
Ein voll ausgestatteter Kameraturm kostet im Kauf marktüblich 15.000 bis 20.000 Euro. Ob ein Angebot am unteren oder am oberen Ende liegt, entscheidet die Ausstattung. Diese Bauteile bestimmen den Preis:
| Bauteil | Üblich | Worauf es ankommt |
|---|---|---|
| Mast und Standfuß | ausfahrbar auf 4 bis 7 Meter, auf Ballastfuß oder Anhängerfahrgestell | Ein Fundament ist nicht nötig. Das Anhängerfahrgestell erleichtert das Umsetzen, wenn Sie den Turm selbst transportieren. |
| Kameras | mehrere fest ausgerichtete Weitwinkelkameras und eine schwenk- und zoombare Kamera, Auflösung 4K | Erst die Zoomkamera zeigt Kennzeichen und Gesichter. Die Auflösung entscheidet, ob eine Aufnahme als Beweismittel taugt. |
| Nachtsicht | Infrarot mit rund 30 Metern Reichweite, auf Wunsch Wärmebild | Wärmebild erkennt Personen auch bei völliger Dunkelheit und Nebel und ist eine eigene Preisstufe. |
| Bildanalyse | Software ordnet jede Bewegung ein: Mensch, Fahrzeug oder unerheblich | Eine schwache Analyse erzeugt Fehlalarme. Bei einer aufgeschalteten Leitstelle können sie Geld kosten. |
| Ansprache und Licht | Lautsprecher und LED-Licht | Die Ansprache verhindert Taten, statt sie nur aufzuzeichnen. |
| Stromversorgung | Netzanschluss, Akku, Photovoltaik mit Speicher oder Generator | Im Winter entscheidet die Auslegung von Modul und Akku, ob der Turm durchläuft. |
| Datenübertragung | Mobilfunk mit gesichertem Fernzugriff | Netzabdeckung am Einsatzort und Datenvolumen bestimmen die laufenden Kosten mit. |
Ein Turm deckt je nach Gelände 1.500 bis 5.000 Quadratmeter ab; verwinkelte Flächen, Hallen oder Erdwälle brauchen einen zweiten Standort. Wie ein solcher Turm im Detail aufgebaut ist und wie viele Türme ein Baufeld braucht, zeigt die Seite Kameraturm mieten. Die Technik ist im Kauf dieselbe.
Laufende Kosten nach dem Kauf
Mit der Anschaffung ist die Rechnung nicht abgeschlossen. Diese Posten fallen über die gesamte Nutzungsdauer an:
- Mobilfunk und Wartung: SIM-Karte, Datenvolumen, Instandhaltung, Akkus und Ersatzteile — zusammen marktüblich rund 150 Euro im Monat.
- Bewachung: die Aufschaltung auf eine besetzte Leitstelle für 150 bis 350 Euro im Monat je Überwachungspunkt, dazu 60 bis 120 Euro je Kontrollfahrt, wenn eine Streife einen Alarm verfolgt.
- Transport, Aufbau und Umsetzen: Fahrzeug, Personal und Zeit für jeden Standortwechsel. Mietanbieter berechnen dafür marktüblich 500 bis 900 Euro je Vorgang. Das ist eine gute Orientierung für den eigenen Aufwand.
- Versicherung: In der Miete ist die Technik üblicherweise gegen Diebstahl und Beschädigung versichert. Beim Kauf brauchen Sie dafür eine eigene Absicherung.
- Datenschutz: Hinweisschilder für einmalig meist unter 100 Euro, dazu einige Stunden interner Aufwand für Dokumentation und Löschfristen.
- Lagerung und Stillstand: Zwischen zwei Einsätzen steht die Anlage im Lager. Die Abschreibung läuft weiter, die Absicherung nicht.
Eine gekaufte Anlage steht im Anlagevermögen und wird über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben, die Miete ist laufender Aufwand. Welcher Weg für Ihr Unternehmen steuerlich günstiger ist, klärt Ihre Steuerberatung.
Baustellenkamera kaufen: Wann eine einzelne Kamera genügt
Nicht jede Baustelle braucht einen Turm. Für ein kleines, eingezäuntes Grundstück, einen Container oder eine Zufahrt kann eine einzelne Kamera ausreichen. Ohne Baustromanschluss kommen vor allem Solarkameras mit Akku und Mobilfunk für 150 bis 300 Euro infrage; wo Strom und Netzwerk anliegen, genügen auch einfache Außenkameras. Kamerasets mit vier oder acht Kameras und Rekorder für 300 bis 1.500 Euro sind eher für Betriebshöfe und Hallen mit festem Stromanschluss gedacht. Für die Montage durch eine Fachfirma kommen 500 bis 2.000 Euro dazu.
Rechnerisch ist eine gekaufte Einzelkamera schnell günstiger als ein gemietetes Kamerasystem, das ab rund 250 Euro im Monat kostet. Dafür übernehmen Sie Montage, Mobilfunkvertrag, Akkupflege und die Reaktion auf jede Meldung selbst. Drei Punkte sollten Sie bedenken:
- Montagehöhe: Eine Kamera in Griffhöhe wird verdreht, abgedeckt oder selbst gestohlen. Ein Kameraturm bringt sie auf vier bis sieben Meter.
- Nachtbild: Viele günstige Kameras zeigen nachts nur Umrisse. Für eine verwertbare Aufnahme braucht es Infrarot mit ausreichender Reichweite oder Wärmebild.
- Reaktion: Eine Meldung auf dem Smartphone hilft nur, wenn sie nachts jemand sieht und entscheidet, was zu tun ist.
Wie die Mietvariante aufgebaut ist und was sie im Monat kostet, steht auf der Seite Baustellenkamera mieten. Geht es um die Dokumentation des Baufortschritts statt um Sicherung, vergleicht der Beitrag Zeitraffer-Kamera für die Baustelle Kauf- und Mietpreise.
Was der Kaufpreis nicht enthält: die Bewachung
Der wichtigste Unterschied zwischen Kauf und Miete steht in keinem Kaufpreis. In der Monatsrate eines Mietturms ist üblicherweise die Aufschaltung auf eine ständig besetzte Überwachungszentrale enthalten: Fachkräfte sehen bei Alarm auf die Kameras, sprechen über den Lautsprecher an und alarmieren im Ernstfall die Polizei — rund um die Uhr, an 365 Tagen, auch an Heiligabend und Silvester. Wer kauft, erwirbt die Technik. Wer im Ernstfall hinsieht, muss er selbst organisieren.
Wer schaut hin?
Technik sieht — entscheiden muss ein Mensch. Der Unterschied zwischen Miete und Kauf liegt deshalb weniger am Turm als an der Frage, wer nachts, am Wochenende und an Feiertagen tatsächlich auf die Bilder sieht. Die drei Bänder zeigen die besetzte Zeit über ein Jahr.
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Kameraturm zur Miete Leitstelle inklusive
Der Alarm läuft auf eine ständig besetzte Notruf- und Serviceleitstelle. Dort sitzt nicht eine Person, sondern ein Team im Schichtdienst: Es sieht auf die Kameras, spricht über den Lautsprecher an und alarmiert die zuständige Polizeidienststelle. Diese Leistung steckt in der Monatsrate.
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Eigene Anlage im Kauf, ohne Aufschaltung Meldung aufs Telefon
Die Technik meldet zuverlässig. Angenommen wird die Meldung aber nur, wenn jemand das Telefon hört, wach ist und weiß, was zu tun ist. Nachts, am Wochenende und zwischen den Jahren bleibt die Fläche damit faktisch unbewacht — und genau dann wird gestohlen.
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Eigene Anlage plus Sicherheitszentrale oder Werkschutz Gleiche Abdeckung, eigene Kosten
Erst mit einer aufgeschalteten Sicherheitszentrale oder einem Werkschutz rund um die Uhr erreicht die gekaufte Anlage dieselbe Abdeckung. Personal, Schichtplan, Urlaubs- und Krankheitsvertretung gehören dann zu den Kosten der Anlage dazu.
- Mehrere Augenpaare gleichzeitig: In der Leitstelle arbeiten mehrere Fachkräfte parallel. Ein zweiter Alarm bleibt deshalb nicht liegen, während der erste bearbeitet wird.
- Sekunden statt Stunden: Die Ansprache über den Lautsprecher erfolgt noch während des Versuchs. Das beendet die meisten Vorfälle, bevor überhaupt Schaden entsteht.
- Eingespielte Meldewege: Die Leitstelle weiß, welche Dienststelle in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die Adresse zuständig ist, und meldet direkt dorthin — statt am Telefon erst zu erklären, wo die Baustelle liegt.
Für die Bewachung einer gekauften Anlage gibt es drei Wege:
| Weg | Was zusätzlich anfällt | Wer im Ernstfall reagiert |
|---|---|---|
| Alarm auf das eigene Telefon | keine zusätzlichen Kosten | jemand aus dem eigenen Betrieb, auch nachts, am Wochenende und an Feiertagen. Ist niemand erreichbar, zeichnet die Anlage nur auf. |
| Aufschaltung auf eine externe Leitstelle | 150 – 350 € je Monat und Überwachungspunkt, für einen einzelnen Turm eher im oberen Teil der Spanne | Fachkräfte prüfen den Alarm im Livebild, sprechen an und rufen Polizei oder Streife — dieselbe Leistung wie in der Mietrate |
| Eigene Sicherheitszentrale oder Werkschutz | Eine durchgehend besetzte Position bindet vier bis fünf Vollzeitkräfte, das ist ein fünfstelliger Betrag je Monat | eigenes Personal; wirtschaftlich nur, wenn die Zentrale ohnehin besteht |
Klären Sie vor dem Kauf, ob sich die Anlage technisch auf eine externe Leitstelle aufschalten lässt und welche Leitstellen sie anbinden können. Eine Anlage, die nur an eine App meldet, lässt sich nicht in jedem Fall nachrüsten.
Kaufen oder mieten: Ab wann rechnet sich der eigene Turm?
Ob sich der Kauf lohnt, zeigt erst die Summe über die gesamte Nutzungsdauer. Das folgende Schaubild rechnet einen Überwachungspunkt über 48 Monate durch: den Mietturm, den gekauften Turm mit und ohne Bewachung und zum Vergleich den Wachdienst mit Personal.
Kostenverlauf
Nicht der Monatspreis entscheidet, sondern die Summe über die gesamte Bauzeit — und die Frage, wer nachts hinsieht. Die Kurven zeigen, was sich bis zum jeweiligen Monat aufsummiert hat, einschließlich der einmaligen Beträge zum Start. Der Kauf steht zweimal darin: einmal mit Bewachung, einmal ohne. Nur der Schnittpunkt der bewachten Kaufkurve ist eine Amortisationsmarke.
Die Zeichnung reicht bis Monat 48 — auf schmalen Bildschirmen seitlich wischen.
- Wachdienst mit Personal Nachtwache, 5 Nächte je Woche, 8 Stunden, 30 € je Stunde nach 12 Monaten 62.400 € nach 24 Monaten 124.800 € nach 36 Monaten 187.200 €
- Kameraturm zur Miete 750 € Anlieferung und Aufbau, danach 800 € im Monat inklusive besetzter Überwachungszentrale nach 12 Monaten 10.350 € nach 24 Monaten 19.950 € nach 36 Monaten 29.550 €
- Eigener Kameraturm im Kauf, auf eine Leitstelle aufgeschaltet 15.000 € Anschaffung, danach 150 € Betrieb plus 300 € Aufschaltung im Monat — erst damit sieht jemand hin nach 12 Monaten 20.400 € nach 24 Monaten 25.800 € nach 36 Monaten 31.200 €
- Eigener Kameraturm im Kauf, nur Technik 15.000 € Anschaffung, danach 150 € im Monat für Mobilfunk und Wartung — ohne Bewachung, der Alarm geht nur aufs Telefon nach 12 Monaten 16.800 € nach 24 Monaten 18.600 € nach 36 Monaten 20.400 €
Der gekaufte Turm mit Aufschaltung zieht nach rund 41 Monaten mit der Miete gleich, also nach gut dreieinhalb Jahren. Die gestrichelte Linie ohne Bewachung erreicht die Miete zwar schon nach rund 22 Monaten. Sie vergleicht dabei aber eine bewachte Baustelle mit einer, die im Ernstfall nur aufzeichnet. Diese Zahl stimmt nur für Betriebe, die eine rund um die Uhr besetzte Zentrale bereits unterhalten.
Wie Aufschaltung und Mietvertrag den Punkt verschieben
Die 41 Monate gelten für eine Turmmiete von 800 Euro und eine Aufschaltung für 300 Euro im Monat. Wer einen Dauerstandort absichert, mietet aber oft im Jahresvertrag; dann kostet der Turm marktüblich 650 bis 750 Euro im Monat. Gerechnet ist jeweils mit 15.000 Euro Anschaffung, 150 Euro Betrieb im Monat und 750 Euro für Anlieferung und Aufbau des Mietturms:
| Aufschaltung je Monat | gegen Mietturm für 800 € | gegen Jahresvertrag für 700 € |
|---|---|---|
| 150 € | rund 29 Monate | rund 36 Monate |
| 300 € | rund 41 Monate | rund 57 Monate |
| 350 € | rund 48 Monate | rund 71 Monate |
Kostet der Turm 20.000 statt 15.000 Euro, liegt der mittlere Fall bei rund 55 statt 41 Monaten. Für ein einzelnes Bauvorhaben mit ein bis zwei Jahren Bauzeit erreicht der Kauf den Punkt in keinem der Fälle.
Gesamtkosten über zwei bis sechs Jahre
Für einen Betriebshof oder Lagerplatz, der dauerhaft gesichert werden soll, zeigt die Gesamtsumme, wie weit die Wege auseinanderliegen. Gerechnet ist mit denselben Annahmen wie oben und einer Aufschaltung für 300 Euro im Monat:
| Nutzungsdauer | Kauf mit Aufschaltung | Mietturm für 800 € | Jahresvertrag für 700 € |
|---|---|---|---|
| 24 Monate | 25.800 € | 19.950 € | 17.550 € |
| 36 Monate | 31.200 € | 29.550 € | 25.950 € |
| 48 Monate | 36.600 € | 39.150 € | 34.350 € |
| 60 Monate | 42.000 € | 48.750 € | 42.750 € |
| 72 Monate | 47.400 € | 58.350 € | 51.150 € |
Nach sechs Jahren liegt der Kauf rund 3.750 Euro unter dem Jahresvertrag und rund 10.950 Euro unter der Miete für 800 Euro. Dazu kommt der Restwert der Anlage, die danach weiter genutzt oder verkauft werden kann. Dem stehen Aufwand und Risiken gegenüber, die bei der Miete der Vermieter trägt: Ausfälle, Ersatzteile, alternde Technik, Transport und die Organisation jedes Umsetzens.
Die Rechnung gilt für einen Standort und ununterbrochenen Betrieb. Wer die Anlage von Baustelle zu Baustelle mitnimmt, erreicht den Punkt früher, trägt dafür aber Transport, Aufbau und jedes Umsetzen selbst. Wie sich Monatsrate, einmalige Posten und Bauzeit im Einzelnen zusammensetzen, zeigt der Überblick zu den Kosten der Baustellenüberwachung.
Für wen sich der Kauf lohnt — und für wen nicht
Aus der Rechnung ergibt sich ein klares Bild. Der Kauf ist naheliegend, wenn:
- die Anlage dauerhaft an einem Ort steht: Betriebshöfe, Lagerplätze und Recyclinganlagen mit Laufzeiten von deutlich mehr als drei Jahren.
- ein Betrieb ständig irgendwo baut: Bauträger und Handwerksbetriebe, die die Anlage von Projekt zu Projekt mitnehmen und Transport, Aufbau und Wartung selbst übernehmen.
- eine besetzte Zentrale schon vorhanden ist: Industriebetriebe und Konzerne mit eigenem Werkschutz schalten die Anlage dort auf. Nur dann stimmt die Rechnung mit rund 22 Monaten.
- Eigentum gewünscht ist: Manche Unternehmen wollen ein Gerät im Anlagevermögen statt eines Postens in der Monatsabrechnung.
Die Miete bleibt die bessere Wahl, wenn:
- ein einzelnes Bauvorhaben abgesichert werden soll: Bei Bauzeiten unter zwei Jahren rechnet sich der Kauf mit Bewachung in keinem Szenario.
- die Baustelle wandert und häufig umgesetzt werden muss, ohne dass eigene Fahrzeuge und Leute dafür bereitstehen.
- nachts niemand reagieren kann und keine Aufschaltung zugekauft werden soll. Dann zeichnet die gekaufte Anlage nur auf.
- der Bedarf schwankt: mal ein Turm, mal vier. Gemietete Türme kommen und gehen mit dem Bauablauf, gekaufte stehen im Zweifel im Lager.
Wer zwischen beiden Wegen abwägt, findet die vier Lösungswege — Turmmiete, eigene Anlage, Wachdienst und die Kombination aus Technik und Streife — im Anbietervergleich zur Baustellenüberwachung.
Checkliste: Darauf achten Sie beim Kauf
Ein Kaufangebot lässt sich schwerer vergleichen als eine Monatsrate, weil die Folgekosten erst über die Jahre sichtbar werden. Diese zehn Punkte sollten vor der Unterschrift geklärt sein:
- Bildqualität: 4K-Auflösung und eine schwenk- und zoombare Kamera, damit eine Aufnahme Kennzeichen und Gesichter zeigt und als Beweismittel taugt.
- Nachtsicht: Reichweite der Infrarotbeleuchtung, üblich sind rund 30 Meter, und ob für größere Flächen Wärmebild dabei ist.
- Bildanalyse: Wie zuverlässig trennt die Software Personen von Tieren, Planen und Regen? Fragen Sie nach Erfahrungswerten zur Fehlalarmquote.
- Autarkie im Winter: Wie lange läuft die Anlage im Dezember ohne Netzstrom, wie groß ist der Pufferakku, und wie sind die Module ausgerichtet?
- Mobilfunk und Fernzugriff: Funktioniert das Mobilfunkmodul in den Netzen an Ihren Einsatzorten, und wie ist der Zugriff auf die Bilder abgesichert?
- Leitstellenanbindung: Lässt sich die Anlage auf eine externe Leitstelle aufschalten, und welche Leitstellen können sie technisch anbinden?
- Ansprache und Licht: Lautsprecher und Beleuchtung schrecken ab, bevor etwas passiert. Das ist der wirksamste Teil der Anlage.
- Mast und Transport: Masthöhe, Ballastfuß oder Anhängerfahrgestell und welches Zugfahrzeug nötig ist. Das zählt, sobald Sie die Anlage selbst umsetzen.
- Datenschutzfunktionen: Lassen sich öffentliche Flächen und Nachbargrundstücke im Bild ausblenden und Löschfristen fest einstellen?
- Service und Ersatzteile: Gewährleistung, Wartungsvertrag, Software-Updates und die Reaktionszeit des Herstellers im Störungsfall.
Gebrauchte Anlage kaufen: zusätzliche Prüfpunkte
Ein gebrauchter Kameraturm senkt die Anschaffung, verschiebt aber Risiken auf den Käufer. Lassen Sie sich zusätzlich nachweisen, wie alt Akkus und Kameras sind, ob Wartungen dokumentiert sind, ob Software und Bildanalyse weiter aktualisiert werden und ob Lizenzen auf Sie übertragen werden können. Ein Probebetrieb am eigenen Standort zeigt, ob Mobilfunkempfang und Stromversorgung dort tatsächlich ausreichen.
Ihre Pflichten als Betreiber einer gekauften Anlage
Mit dem Kauf werden Sie selbst Betreiber der Anlage und damit Verantwortlicher im Sinne der DSGVO. Videoüberwachung auf der Baustelle oder dem Betriebsgelände ist zulässig, wenn ein berechtigtes Interesse wie der Schutz vor Diebstahl und Vandalismus besteht. Diese Pflichten liegen bei Ihnen:
- Erfassungszonen: Gefilmt werden darf nur die eigene Fläche. Öffentliche Gehwege, Straßen und Nachbargrundstücke sind auszublenden.
- Hinweisschilder an jedem Zugang, mit Angaben zum Verantwortlichen.
- Löschfristen: Aufnahmen ohne Vorfall werden nach kurzer Frist gelöscht, üblich sind 48 Stunden.
- Dokumentation: Zweck, Erfassungszonen und Löschfristen gehören in das Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten. Greift eine externe Leitstelle auf die Bilder zu, ist ein Auftragsverarbeitungsvertrag nötig.
- Beschäftigte: Sind eigene Mitarbeiter regelmäßig im Bild, bestimmt ein vorhandener Betriebsrat mit.
- Betrieb und Wartung: Linsen reinigen, Akkus pflegen, Software aktualisieren und Störungen beheben. Bei der Miete ist das Sache des Vermieters, beim Kauf Ihre.

Welche Regeln im Einzelnen gelten, erklärt der Ratgeber zur Videoüberwachung auf dem Firmengelände. Diese Hinweise ersetzen keine Rechtsberatung.
So kommen Sie zu Kaufangeboten
Ein belastbarer Vergleich entsteht, wenn alle Anbieter dieselbe Aufgabe kalkulieren. Fünf Schritte genügen:
- Standort und Fläche erfassen: Wie groß ist das Gelände, wo liegen Zugänge und Sichthindernisse? Daraus ergibt sich die Zahl der Überwachungspunkte.
- Stromversorgung klären: Netzanschluss, Photovoltaik mit Akku oder Generator. Das bestimmt Ausstattung und Preis.
- Bewachung festlegen: Alarm an das eigene Telefon, Aufschaltung auf eine externe Leitstelle oder eigener Werkschutz.
- Nutzungsdauer schätzen: Wie viele Jahre soll die Anlage laufen, an wie vielen Standorten und mit wie vielen Umsetzungen?
- Gesamtkosten vergleichen: Anschaffung, Betrieb, Aufschaltung und Transport über die geplante Nutzungsdauer, daneben ein Mietangebot über denselben Zeitraum.
In der Anfrage über dieses Portal wählen Sie bei der Frage „Möchten Sie die Anlagen mieten oder kaufen?“ die Antwort „Kaufen“. Mit Ihren Angaben zu Standort, Stromversorgung und Anzahl der Anlagen erhalten Sie Angebote von Anbietern aus Ihrer Region — kostenfrei und unverbindlich.
FAQ: Häufige Fragen zum Kauf einer Baustellenüberwachung
Ein voll ausgestatteter mobiler Kameraturm kostet im Kauf marktüblich 15.000 bis 20.000 Euro, dazu rund 150 Euro im Monat für Mobilfunk und Wartung. Einzelne Solarkameras mit Akku und Mobilfunk gibt es für 150 bis 300 Euro, Kamerasets mit Rekorder für 300 bis 1.500 Euro zuzüglich 500 bis 2.000 Euro für die Montage. Die Bewachung ist in keinem Kaufpreis enthalten.
Marktüblich 15.000 bis 20.000 Euro einmalig. Den Ausschlag geben Masthöhe, Zahl und Art der Kameras, Wärmebild, Bildanalyse, Lautsprecher und die Stromversorgung. Laufend kommen rund 150 Euro im Monat für Mobilfunk und Wartung hinzu, für die Aufschaltung auf eine besetzte Leitstelle weitere 150 bis 350 Euro.
Mit zugekaufter Aufschaltung ist ein gekaufter Turm für 15.000 Euro nach rund 41 Monaten am selben Ort günstiger als ein Mietturm für 800 Euro im Monat, je nach Preis der Aufschaltung nach 29 bis 48 Monaten. Gegen einen Jahresvertrag für rund 700 Euro im Monat liegt der Punkt bei drei bis knapp sechs Jahren. Die oft genannten 22 Monate gelten nur für Betriebe mit eigener, rund um die Uhr besetzter Zentrale.
Nein. Beim Kauf erwerben Sie die Technik. Die Bewachung organisieren Sie selbst: als Aufschaltung auf eine externe Leitstelle für 150 bis 350 Euro im Monat je Überwachungspunkt, über eine eigene Sicherheitszentrale oder einen Werkschutz. Ohne eines davon geht jeder Alarm an ein Telefon im eigenen Betrieb. Bei den üblichen Mietlösungen ist die Aufschaltung dagegen in der Monatsrate enthalten.
Rund 150 Euro im Monat für Mobilfunk und Wartung, gegebenenfalls 150 bis 350 Euro für die Aufschaltung auf eine Leitstelle und 60 bis 120 Euro je Kontrollfahrt einer Streife. Hinzu kommen Transport und Aufbau bei jedem Standortwechsel, die Versicherung der Technik und der Aufwand für den Datenschutz.
Das hängt von der Anlage ab. Klären Sie vor dem Kauf, ob sie eine Aufschaltung technisch unterstützt und welche Leitstellen sie anbinden können. Bei der Leitstelle selbst zählt, dass sie rund um die Uhr besetzt und nach anerkannten Normen zertifiziert ist.
Als Betreiber sind Sie Verantwortlicher im Sinne der DSGVO. Sie legen Zweck und Erfassungszonen fest, blenden öffentliche Flächen und Nachbargrundstücke aus, stellen Hinweisschilder auf, löschen Aufnahmen ohne Vorfall nach kurzer Frist, üblich sind 48 Stunden, und dokumentieren das im Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten. Greift eine externe Leitstelle auf die Bilder zu, ist ein Auftragsverarbeitungsvertrag nötig.
Für ein kleines, eingezäuntes Grundstück oder einen Container kann eine Solarkamera mit Akku und Mobilfunk für 150 bis 300 Euro genügen, vorausgesetzt, jemand reagiert nachts auf die Meldungen. Für offene Baufelder fehlen ihr meist Montagehöhe, Reichweite bei Nacht und die Ansprache über Lautsprecher. Dort ist ein Kameraturm die passende Lösung.
Für ein einzelnes Bauvorhaben ist die Miete fast immer günstiger. Selbst im günstigsten Fall rechnet sich ein gekaufter Turm mit Bewachung erst nach rund 29 Monaten. Ein Mietturm kostet über neun Monate Bauzeit einschließlich Anlieferung, Aufbau und Abbau rund 7.300 bis 9.000 Euro, Technik, Wartung und Leitstelle sind darin enthalten.